Sonstige News 24. Oktober 2017

Ziegenhain wird zur offiziellen Konfirmationsstadt ernannt

Pressebild zu »Ziegenhain wird zur offiziellen Konfirmationsstadt ernannt«

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© GrimmHeimat NordHessen

Die Wiege der Konfirmation steht in Schwalmstadt-Ziegenhain – Verleihung des Titels am 31.10.2017

Als 1539 im heutigen Schwalmstadt-Ziegenhain die „Ziegenhainer Kirchenzuchtordnung“ erlassen und damit die Konfirmation eingeführt wurde, ahnte wohl niemand, dass die Konfirmation noch 500 Jahre später von evangelischen Christen in aller Welt praktisch unverändert gefeiert werden wird.

In der damals hochmodernen Wasserfestung in Ziegenhain wurde unter Philipp dem Großmütigen die Ziegenhainer Kirchenzuchtordnung entwickelt. Ein zentraler Punkt war hierbei die Einführung der Konfirmation als Kompromiss im Konflikt mit der Täufer-Bewegung. Diese radikale Reformationsströmung lehnte die Kindstaufe ab und wollte nur die Erwachsenentaufe anerkennen. Als Kompromiss wurde die Konfirmation als Bestätigung der Kindstaufe gefunden. Der historischen Bedeutung entsprechend hat das Hessische Ministerium des Innern und für Sport der Stadt Schwalmstadt offiziell die Bezeichnung „Konfirmationsstadt“ verliehen. Die Verleihungsurkunde wird am Reformationstag, dem 31.10.2017 offiziell übergeben. www.grimmheimat.de/luther2017

Luther 2017: Themenführungen in bedeutenden hessischen Städten der Reformation auch über das Reformationsjahr hinaus
Auf den Spuren von Philipp dem Großmütigen zum Geburtstort der Konfirmation, der weltweit ersten evangelischen Synode und der ersten protestantischen Universität der Welt
Die heutige GrimmHeimat NordHessen war zu Luthers Zeiten das Kernland der Landgrafschaft Hessen unter Philipp dem Großmütigen (1504 – 1567). Und dieser setzte die Reformation besonders rasch und konsequent um. Ein junger Heißsporn, mutig, politisch geschickt, fromm und mit großer Tatkraft gesegnet. Die weltweit erste evangelische Synode in Homberg (Efze), die Auflösung der Klöster, die Erfindung der Konfirmation in Ziegenhain und die Gründung der ersten protestantischen Universität in Marburg zählen zu seinen Errungenschaften, die unser Leben bis heute prägen. Im heutigen Bad Hersfeld predigte er zum ersten Mal nach der Verhängung der Reichsacht in Worms und riskierte so sein Leben. Anlass genug, auch nach dem Ende des offiziellen Reformationsjahres Themen-Stadtführungen anzubieten. Eine Übersicht:

Schwalmstadt-Ziegenhain
Mit der „Ziegenhainer Kirchenzuchtordnung“, beschlossen 1539 im Fürstensaal des Schlosses Ziegenhain, wurde die Konfirmation eingeführt, die heute weltweit von evangelischen Christen gefeiert wird. Unter dem Titel „Ziegenhain – Geburtsort der Konfirmation“ können Gäste von April bis Oktober an jedem dritten Samstag im Monat ohne Anmeldung an der offenen Themen-Stadtführung teilnehmen. Bis 9 Personen – Gruppenpreis 25,00 € ab 10 Personen 2,50 € pro Person. Weitere Termine nach Absprache. Tel.: 06691-207407

Bad Hersfeld
Wer sich in der Kur- und Festspielstadt Bad Hersfeld „Auf Luthers Spuren in Wort und Weg“ begibt, den erwartet eine Zeitreise durch die wechselvolle Stadtgeschichte. In der heutigen Stiftsruine, dem damaligen Kloster Hirschfeld, predigte Luther am 1. Mai 1531 auf seinem Weg von Worms nach Wittenberg, nachdem er über Nacht zu Gast beim damaligen Abt des Klosters war. Während des Rundgangs durch die Stiftsruine und die romantische Kleinstadt werden vergangene Zeiten lebendig. Eine originale Luther-Rede bildet den Abschluss der Führung. Termine und Anmeldung unter 06621-201274.

Homberg Efze, Reformationsstadt Hessens
Ihren Beinamen „Reformationsstadt Hessens“ hat die Stadt Homberg (Efze) einem Ereignis aus dem Jahr 1526 zu verdanken: Landgraf Philipp I. berief in Homberg eine Synode ein, in deren Folge die Reformation in Hessen eingeführt wurde. Die Homberger Synode gilt damit als erste evangelische Synode der Welt. Homberg war zur damaligen Zeit ein Knotenpunkt mehrerer Handelswege und wurde aus diesem Grund als Versammlungsort ausgewählt. In der Themenführung „Reformation – eine Idee geht um die Welt“ begeben sich die Gäste auf eine facettenreiche Führung durch die Geschichte der Reformationsstadt Hessens. Preise, Termine und Anmeldung: 05681/939161

Marburg
Marburg, Geburtsort Philipps des Großmütigen, war zur Zeit der Reformation ein wichtiges geistiges und religiöses Zentrum. Im hoch über der Stadt gelegenen Landgrafenschloss wuchs der junge Landgraf auf und hier fand auch 1529 das Marburger Religionsgespräch statt. Das einzige persönliche Aufeinandertreffen der beiden Hauptakteure der Reformationsbewegung, Luther und Zwingli.
Zur Reformation und ihren Folgen wie die Gründung der ersten protestantischen Universität der Welt können in Marburg die Themenführungen „Vom Kloster zur Universität“ und „Reformation, Konfrontation und Opposition“ gebucht werden. Die Kombination beider Führungen verbunden mit einem Mittagessen ergibt ein komplettes Tagesprogramm auf den Spuren der Reformation. Preise, Termine und Anmeldung: 06421-99120

Virtuelle Führung im Kloster Haina
Die Auflösung der Klöster und Umwandlung in Hospitäler und Armenstifte durch Philipp den Großmütigen legte den finanziellen Grundstein für seine umfangreiche Bildungsreform und der Gründung der Philipps-Universität in Marburg, der ältesten protestantischen Universität der Welt.
Im Kloster Haina, einem ehemaligen Zisterzienserkloster können sich Besucher per Video-Walk auf eine 20minütige Reise durch die wechselvolle Geschichte des ehemaligen Klosters begeben. Neben der Bedeutung des Klosters während der Reformation wird auch die Zeit des Mittelalters und die Karriere der Maler-Familie Tischbein beleuchtet. Informationen zu Preisen und Öffnungszeiten unter 06456-245
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Alle Angebote zur Reformation in Hessen unter www.grimmheimat.de/luther2017

Informationen zu dieser Pressemitteilung

Autorintellikon - Inhaberin Sylvia Stock

Pressebildwasserfestung_ziegenhain_gr.jpg ©GrimmHeimat NordHessen

SchlagworteKonfirmation Nordhessen Reformation Reformationsjahr

Textlänge731 Wörter/ 5743 Zeichen

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