Sonstige News 26. Februar 2010

Wanderer in Deutschland geben jährlich 18,5 Milliarden Euro aus - Wandertourismus sichert über 300.000 Arbeitsplätze

Trendscope - Marktforschung und Beratung für Touristik, Sport & Freizeit

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Trendscope Marktstudie „Wandern in Deutschland 2009“: 14,45 Euro gibt der deutsche Wanderurlauber im Durchschnitt pro Tag in der Gastronomie aus. 20,68 Euro lässt er sich eine Übernachtung kosten. Das klingt erstmal nicht sehr viel. Aber es summiert sich. Tageswanderer (mindestens zwei Stunden außerhalb des eigenen Wohnortes unterwegs) und Wanderurlauber (Urlaub mit mindestens einer Übernachtung und dem Hauptmotiv Wandern) geben in Deutschland für ihre Freizeitaktivität insgesamt 18,5 Milliarden Euro aus.

Von diesen Ausgaben profitieren Veranstalter, Gastwirte, Beherbergungsbetriebe und viele andere. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative und unabhängige Studie zu den Wanderreisen der Deutschen des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Trendscope aus Köln. Nach Abzug von Kosten und Mehrwertsteuer ergibt sich aus diesen Ausgaben eine Nettowertschöpfung von 6,3 Milliarden Euro. So hat der Wandertourismus in Deutschland einen Anteil am gesamten Tourismus in Deutschland von 13,3 bis 16 Prozent – je nach Betrachtungsweise.

Und in Arbeitsplätzen ausgedrückt: Rechnerisch finanzieren die Wanderer 318.000 bis 380.000 Vollzeitarbeitsplätze mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 25.000 Euro. „Die unterschiedlichen Zahlen ergeben sich, weil es eine Frage der Betrachtungsweise ist, ob ich einen Urlauber, der auch wandert, mit in die Berechnungen einbeziehe, oder ob ich nur die reinen Wanderurlauber auswerte, die das Wandern als Hauptmotiv des Urlaub betrachten“ erklärt Marcel Görtz, Geschäftsführer von Trendscope und Autor der Studie.

Trendscope befragte zwischen April und Oktober 2009 über 2.300 Wanderer an über 100 Standorten. Die Repräsentativität der Ergebnisse wurde durch eine zuvor durchgeführte Telefonbefragung von 1.000 Bürgerinnen und Bürgern sichergestellt. „Eine derartige Erhebung über alle Wanderregionen in
Deutschland hat es bisher nicht gegeben,“ erklärt Marcel Görtz. „Die Daten können wir beispielsweise auch regional oder für bestimmte Alters- oder Einkommensgruppen aufschlüsseln, so dass ein umfassendes Bild der Zielgruppe Wanderer in Deutschland entsteht.“

Den höchsten Einzelposten im Budget der Wanderurlauber macht die Übernachtung aus (20,68 Euro), eine Ausgabe, die der Tageswanderer naturgemäß spart. In der Gastronomie gibt der Wanderurlauber natürlich auch mehr aus (14,45 Euro), als der Tageswanderer (9,76 Euro), der zu Hause sein Vesperpaket schnüren kann. Nach Einkauf von Lebensmitteln (4,80 bzw. 3,16 Euro) und sonstigen Einkäufen (4,55 bzw. 1,41 Euro) folgen die Transportkosten, die beim Tageswanderer mit 4,76 Euro höher ausfallen als beim Wanderurlauber (3,66 Euro), dessen Anfahrtskosten sich ja auf mehrere Tage verteilen.

Marcel Görtz folgert: „Deutschland ist ein Wandererland und ein Anteil von bis zu 16 Prozent Wertschöpfung am gesamten Inlandstourismus macht dies noch einmal deutlich. Unsere Potenzialanalyse zeigt, dass hier durchaus mit Wachstum zu rechnen ist. Wir sind auch sicher, dass die Wanderer auch zu höheren Ausgaben bereit sind, wenn dafür besondere Services angeboten werden.“

www.trendscope.de/marktstudien/wandern-in-deutschland

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SchlagworteMarktforschung Tourismusforschung Wandern Wandertourismus

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