Reiseziele 16. Januar 2014

Winter ade: Alternativen zum Ski-Urlaub

Wenn der Schnee nicht fällt, bleiben die Skier in der Garage und Familien suchen sich alternative Aktivitäten in den Winterferie

Wenn der Schnee nicht fällt, bleiben die Skier in der Garage und Familien suchen sich alternative Aktivitäten in den Winterferie
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Das starre Blicken in Richtung Himmel und das Hoffen auf Schnee bleiben in den deutschen Mittelgebirgen derzeit erfolglos. Die Flocken wollen vielerorts nicht fallen. Doch ein Winter-Chaos bricht deshalb in der Tourismusbranche nicht aus. Sowohl Gäste als auch Hoteliers suchen sich alternative Angebote.

Die Meteorologen tun sich schwer. Einen wirklichen Wintereinbruch mit viel Schnee kann niemand verlässlich prognostizieren. Ohnehin sollte jede seriöse Vorausschau drei Tage nicht überschreiten. Aber auch alle Beobachtungen, die aus dem Norden oder dem Osten Einfluss auf das Deutsche Wetter nehmen könnten, geben derzeit nicht Grund zur Annahme, dass bald mit viel Schnee und Eis zu rechnen sein wird. Im Gegenteil. Es ist bei vielen Wissenschaftlern schon von einem der wärmsten Jahresbeginne überhaupt die Rede. Doch wer denkt, dass die Tourismusindustrie in Deutschland ohne die weiße Pracht stärkere Blessuren bekommt – weit gefehlt. Im Dezember waren die Wintersportgebiete noch ähnlich ausgelastet wie im vergangenen Jahr. 50 Prozent der Betten waren belegt. Damit zeigten sich die Tourismusverbände in Bayern, Sachsen, Thüringen und dem süddeutschen Raum insgesamt zufrieden. Weihnachten und Silvester waren überdurchschnittlich gut gebucht, sodass Verluste sich noch in Grenzen hielten.

Veränderungen im Tourismus-Sektor

Im Januar bedeutet das sehr milde Wetter allerdings Veränderung in der Ausrichtung des Urlaubs. Durch den fehlenden Schnee sind die Hotels in den Wintersportregionen vielerorts nur noch drei Viertel ausgelastet im Vergleich zum Vorjahresniveau. Sowohl Gäste als auch Hoteliers müssen umdenken. „Täglich gibt es bei uns jetzt hunderte Anfragen, was wir alternativ zum Ski-Urlaub empfehlen können. Unsere Kunden möchten mit ihren Kindern in den Ferien trotzdem aktiv sein, auch wenn der Ski-Urlaub diesmal vielleicht ausfallen muss“, so Henry Leitmann vom Online-Reiseportal Kurzurlaub.de. Sehr gefragt sind nach Aussage des Reiseexperten vor allem Hotels mit Indoor-Spielplätzen, Badeparadiesen oder angrenzenden Freizeitparks, die auch im Winter geöffnet haben. Pfiffige Hoteliers haben diesen Trend längst erkannt. Wo ansonsten Abfahrer, Slalomkünstler oder Rodler logieren, werden Alternativen geboten. Wenn die Schneekanonen ihr Pulver verschossen haben, gibt es in den Häusern jetzt mehr Animationsprogramme. „Aktivitäten für Kinder sind in den Ferien ein großes Thema in den Hotels. Wenn die kleinen Pisten-Piloten jetzt nicht beim Skilehrer in Obhut sind, muss alternativ etwas angeboten werden. Die Hotels sind sehr flexibel“, sagt Marketing-Chef Julian Mieske von den AHORN Hotels. Das Partnerhotel von Kurzurlaub.de in Oberwiesenthal konnte jetzt durchatmen und sich in den vergangenen Tagen über Neuschnee freuen und die Beschneiungsanlagen laufen auf Hochtouren. „Jetzt sind die Wetter-Prognosen etwas günstiger. Alternativprogramme sind jedoch immer mehr gefragt“, so Mieske weiter. So ist die Hotellerie durch das wechselhafte Winter-Wetter im Wandel. Umso mehr sind Kinderbetreuung, Spiel und Spaß abseits der Renn- und Laufstrecken auf dem Vormarsch.

Vergnügen im Freizeitpark, in der Schwimmhalle oder beim Wandern

Auch einige der großen Parks, die nicht in die Winterpause gegangen sind, erfreuen sich derzeit über ungewöhnlich hohen Zulauf. Die Centerparcs, die zoologischen Gärten, Natur- und Umweltparks haben für die Jahreszeit volle Areale und dürfen sich auch in den nächsten Tagen und Wochen noch weitere Besucherströme freuen. „Den größten Boom jedoch werden die Kinder-Tobe-Landschaften erleben, die Schwimmhallen, Badeparadiese oder die Skihallen. Alles mit einem Dach über dem Kopf und möglichst viel-Action-Potenzial ist das, was die Urlauber für die Ferien mit ihren Kindern suchen und nutzen“, heißt es vom Experten der Reisebranche. Anfragen gebe es jedoch auch nach Wanderurlaub oder Klettertouren. Auf saftigen grünen Wiesen durch die Bergwelt stapfen, dort mit dem Wanderstock spazieren, wo man üblicherweise nur mit Ski-Stöckern und gewachsten Brettern zurechtkommt, kann auch seinen eigenen Charme haben.

Kreative Gäste – flexible Hoteliers

Der ausbleibende Schnee lässt Touristen und Anbieter gleichzeitig kreativ werden. Ohne die weiße Pracht tendiert das Urlaubsverhalten eben in eine andere Richtung. Ob Romantik, Wellness und Sauna, das Wandern im Reizklima an der Nordsee oder die Städtereise mit Musical – das Sammelsurium der ungewöhnlichen Anfragen für die Wintersaison war selten so unterschiedlich.

Mario Kuska

Mario Kuska
Super Urlaub OHG

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AutorMario Kuska | Super Urlaub OHG

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