Reiseziele 21. Juli 2010

Museum Kurhaus Kleve, Ständige Sammlung mit Kunstwerken von Ewald Mataré

Ewald Mataré, Mutter mit Kind (Fragment), 1930/31-1964

Ewald Mataré, Mutter mit Kind (Fragment), 1930/31-1964
© VG Bild-Kunst, Bonn & Museum Kurhaus Kleve - Ewald Mataré-Sammlung

Im Museum Kurhaus Kleve ist die große Sammlung mit Arbeiten des rheinischen Plastikers, Graphikers und Malers Ewald Mataré (Aachen-Burtscheid 1887-1965 Büderich) in einem gesonderten Trakt im ersten Obergeschoss zu sehen. Sie bildet gleichsam die Basis für die Auseinandersetzung mit der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts im Museum Kurhaus Kleve und wurde 1988 begründet, als die Tochter des Künstlers, Sonja Mataré, den Nachlass ihres Vaters in die Obhut des Klever Museums gab. Seither wird die Sammlung stetig durch Ankäufe und Schenkungen erweitert.

Die enge Beziehung zwischen Ewald Mataré und Kleve geht zurück auf die Jahre 1932-34, als er im Auftrag der Stadt die Skulptur des „Toten Kriegers“ als Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs realisierte. Das Monument wurde von den Nationalsozialisten 1938 zerstört, 1977 in Trümmern wieder aufgefunden, anschließend restauriert und 1981 vor der Klever Stiftskirche ein zweites Mal aufgestellt.

Ewald Matarés Werk, das von den Nationalsozialisten als „entartet“ gebrandmarkt wurde, zählt zu den Höhepunkten der Klassischen Moderne in Deutschland. Die wichtigsten, mit einem eindrucksvollen Willen zu unbedingter formaler Klarheit umgesetzten Themen von Matarés Kunst sind das Tier, die Landschaft und die menschliche Figur.

Seine Arbeitsweise zeichnet sich aus durch eine intensive Zwiesprache mit dem Material und eine große handwerkliche Präzision. Mit seinen zahlreichen Auftragswerken für den öffentlichen Raum (etwa die bronzenen Türen für den Kölner und Salzburger Dom oder für die Friedenskirche in Hiroshima) und durch seine Tätigkeit als Lehrer an der Düsseldorfer Kunstakademie übte Ewald Mataré nach dem Zweiten Weltkrieg großen Einfluss auf eine ganze Generation von Künstlern aus – nicht zuletzt auf seine bedeutenden Schüler Joseph Beuys und Erwin Heerich.

Kein anderes Museum in Deutschland kann Ewald Matarés facettenreiches Schaffen so umfassend darstellen wie das Museum Kurhaus Kleve. Das Haus unterhält ein umfangreiches Archiv, in dem Matarés Werk dokumentiert wird.

Museum Kurhaus Kleve

Museum Kurhaus Kleve
Ewald Mataré-Sammlung

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AutorMuseum Kurhaus Kleve

PressebildEwald_Matare_Mutter_mit_Kind_1930-31_1964_Fragment_2.jpg ©VG Bild-Kunst, Bonn & Museum Kurhaus Kleve - Ewald Mataré-Sammlung

SchlagworteBildhauerei Klassische Moderne Kunst und Kultur

Textlänge290 Wörter/ 2098 Zeichen

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