Reiseziele 31. Juli 2013

Als Großmutter noch jung war - Spätzlemuseum eröffnet

Das erste Spätzlemuseum seiner Art

Das erste Spätzlemuseum seiner Art
© Foto: Willi Stauber

Bad Waldsee im Herzen Oberschwabens war mit 2194 Sonnenstunden im vergangenen Jahr der sonnenreichste Kurort Deutschlands – ein lichter Platz zum Entschleunigen. Und eine Stadt mit einer schwäbischen Geschichte: Im Vötschenturm, am Rande des historischen Zentrums, hat das „Spätzlemuseum“ seine Tore geöffnet. Und das städtische Museum im ehemaligen Kornhaus feiert seine 100-jährige Geschichte mit verschiedenen Sonderausstellungen.

Typisch! Die „schwäbische Nudel“ – Spätzlemuseum eröffnet

Typisch schwäbisch! Spätzle! Vom Spätzlebrett zur Spätzlepresse: Im ober-schwäbischen Bad Waldsee hat das „Spätzlemuseum“ im Vötschenturm seine Tore geöffnet. Auf drei Stockwerken bekommen die Besucher einen durchweg spannenden Einblick in die Geschichte der „schwäbischen Nudel“. Gezeigt wird die Zubereitung damals und heute. Die Besucher spüren, dass Oberschwabens Identität nicht nur auf Spätzle beruht, sondern auch immer mit dem berühmten schwäbischen Erfindergeist zusammenhängt.

Zu sehen sind neben Puppenstuben, die das einstige Leben der Frau am Herd spiegeln, Pfannen, Töpfe, Spätzlehobel, Kochbücher oder Küchenmöbel. Schautafeln vermitteln alles Wissenswerte vom Erfinder der Knöpflemaschine im 18. Jahrhundert, Philipp Mehne, bis zur industriellen Fertigung der Schwäbischen Eiernudeln.

Geschabt oder gepresst? Köche wie Hausfrauen sind sich bis heute uneinig, wie die schwäbischen Spätzle zubereitet werden. Dabei sind die Zutaten simpel: Mehl, Eier, Salz und kaltes Wasser. Dann wird der Spätzleteig portionsweise von einem Brett ins Wasser geschabt oder durch die Presse gedrückt. Man isst sie als Kässpätzle oder zu Fleisch – und in der Suppe, etwa beim Gaisburger Marsch. Heidi Huber, die Inhaberin des Museums, hat für ihre Ausstellung zwölf Jahre lang historische Unikate gesammelt und mit zahlreichen Stücken aus dem Familienbesitz ergänzt. Mit der Eröffnung des Museums hat sie sich ihren ganz privaten Lebenstraum erfüllt.

Der Vötschenturm thront am Rand der historischen Altstadt. Er ist ein Relikt aus dem Mittelalter, als die Stadt noch von einer Stadtmauer umgeben war. Der Name des Turms geht auf die Familie Vötsch zurück, die im 15. und 16. Jahrhundert zu den einflussreichen Familien der Stadt gehörte.

Geöffnet ist das „Spätzlemuseum“ im Vötschenturm am Wochenende: freitags von 13 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 9 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet drei Euro pro Person. INFOS: www.bad-waldsee.de, www.spätzlemuseum.de.

Vom Mittelalter bis zum schwäbischen Barock – das städtische Museum feiert

Unter dem Motto „Von hier aus in die Welt“ werden anlässlich des 100. Geburtstages des städtischen Museums Exponate von Waldseer Künstlern vom 17. bis ins 20. Jahrhundert ausgestellt. Die Stadt Bad Waldsee hat zusammen mit dem Museums- und Heimatverein über 100 Jahre hinweg die Reichtümer ihrer Vergangenheit zusammengetragen und im heutigen „Museum im Korn-haus“ zu einer sehens- und erlebenswerten Ausstellung vereinigt. Neben dem Blick auf das städtische Leben und auf das Thema der Hexenverbrennungen liegt der Schwerpunkt auf der Waldseer Künstlerfamilie Zürn, die im 17. Jahr-hundert zu den Wegbereitern des süddeutschen Barocks gehörte. Diese Sammlung wurde jetzt im Juli aufgrund weiterer Stiftungen erweitert und spie-gelt das Schaffen der Zürns. Weitere Künstlerfamilien aus der Biedermeierzeit sind mit ihren Pastell-Portraits oder ihren Figurenserien wie etwa der „Basler Totentanz“ vertreten. Seit 1972 ist das städtische Museum im Kornhaus auf insgesamt drei Stockwerken untergebracht.

Das Kornhaus, in dem jahrhundertelang das Getreide der Stadt aufbewahrt wurde, liegt in Bad Waldsees historischer Mitte, direkt gegenüber dem Rat-haus. Getreide war früher das Hauptnahrungsmittel – ein volles Kornhaus beruhigte, die Bürger mussten nicht Hunger leiden. Auch der gefürchtete Getrei-dewucher konnte nicht um sich greifen, wenn die Vorräte groß genug waren. Dank seines fruchtbaren Hinterlandes hatte Waldsee Getreide im Überfluss, sodass es auch in die Schweiz ausgeführt wurde. Und es diente der Stadt als Zahlungsmittel.

Das Waldseer Kornhaus war zwischen den Jahren 1300 und 1800 neben dem in Ulm eines der größten Lagerhäuser in Württemberg. Schon 1348 wird ein Kornhaus im Geschichtsbuch der Stadt erwähnt, doch das heutige Aussehen mit dem gotischen Staffelgiebel stammt aus dem Jahr 1492. Bis nach dem Ersten Weltkrieg diente das Haus als Fruchtschütte. Seit 1972 beherbergt es das Museum der Stadt.

Das „Museum im Kornhaus“ ist geöffnet von Freitag bis Sonntag jeweils von 13.30 bis 17.30 Uhr. Eintritt 3 Euro pro Person, ermäßigt 2 Euro. Die aktuelle Ausstellung dauert noch bis 22. September.

WEITERE INFOS: Kur- und Gästeinformation Bad Waldsee, 88339 Bad Waldsee, Tel. 07524 94-1342, www.bad-waldsee.de, www.spätzlemuseum.de.

Bad Waldsee/München, 1. August 2013

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Susanne Heiss, Heiss Public Relations
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Pressebildspaetzlemuseum_kueche_foto_willistauber_kueche_6.jpg ©Foto: Willi Stauber

SchlagworteBad Waldsee Schwäbische Nudel Spätzle Spätzlemuseum Vötschenturm

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