Medien & Bücher 27. März 2011

Die Geschichte mit der Papierpreiserhöhung

Auch in der Touristik kann auf Druckprodukte nicht verzichtet werden. Nach wie vor sind sie in Haptik und Wertschätzung jedem elektronischen Medium überlegen. Egal ob Mailing, Gastgeberverzeichnis, Infobroschüre, Voucher oder Meldeschein – das Papier bleibt im Tourismus ein wichtiger Informationsträger. Unglücklicherweise ist es genau der Rohstoff, der in der Branche hartnäckig zu Preiserhöhungen führt. Wir haben uns heute zur Aufgabe gemacht, dieses Thema etwas näher zu beleuchten und unternehmen, wenn Sie dies wollen, einen kleinen Exkurs in die Welt von Gutenbergs Kunst damit Sie in dieser Sache für Ihre Verhandlungen entsprechend gerüstet sind.

Die Verknappung der Rohstoffe und den weltweit steigenden Bedarf an Papier führen zu steigenden Papierpreisen – vor allem bei hochwertigen Papieren. Diese Mehrkosten tragen zunächst die Druckereien und geben Sie mit der Begründung der gestiegenen Energie-, Personal- und Rohstoffpreise oder nur knapp unter dem schlagkräftigen Begriff der Papierpreiserhöhung an ihre Kunden weiter. Schließlich findet man dank der hervorragenden Lobby-Arbeit der Papierindustrie zahlreiche Pressemeldungen und Artikel, welche die Argumentationskette der Druckereien mit großen Zahlen unterstützen. Preiserhöhungen von 10% auf einen Schlag und mehrere Preiserhöhungen innerhalb eines einzigen Kalenderjahres werden groß herausgestellt und beeindrucken den Einkäufer von Druckerzeugnissen nachhaltig.

Sind auch Sie davon betroffen?
Dann ist es an der Zeit, sich diesem Thema einmal intensiver zuzuwenden. Die Gründe für eine Preiserhöhung wegen Papierverteuerung sind plausibel – soviel vorweg. Kein Wirtschaftsunternehmen kann seine Preise dauerhaft beibehalten, wenn die Kosten kontinuierlich steigen. Der Unterschied besteht jedoch in der Verhältnismäßigkeit, denn der Preis eines Druckerzeugnisses hängt nur zu einem Teil vom Papierpreis ab. Den anderen Teil bilden weitere Rohstoffe wie z.B. Druckplatten und Druckfarben aber auch Datenverarbeitungsanlagen, Maschinenlaufzeiten, Personalkosten, Verwaltung, Gebäude und Liegenschaften samt deren Unterhaltung.

Je komplexer ein Produkt ist, desto geringer wirkt sich der Anteil an Rohstoffen auf den Druckpreis aus und umso intensiver die Personal- und Maschinenlaufzeiten. Die Papierpreiserhöhung führt also bei einem einfachen Handzettel zu einer spürbaren Verteuerung während bei einem mehrseitigen, hochwertig verarbeiteten und personalisierten Druckprodukt nur vergleichsweise geringe Mehrkosten entstehen.

Ein weiterer Aspekt, der einen Preisanstieg aufgrund gestiegener Papierpreise relativiert ist die Effizienz eines Produzenten. Veraltete Maschinen und ein ineffizienter Produktionsablauf sorgen für unnötige kalkulatorische Kosten, die eine Umlage der Papierpreiserhöhung auf die Kunden unabdingbar machen, da im harten Konkurrenzkampf alle Reserven fehlen.

Betrachtet man sich die Branchenmeldungen, so ist das Druckereigewerbe wortwörtlich unter ständigem Druck. Die Zahl der Insolvenzen ist von Jahr zu Jahr steigend. Eine Preiserhöhung beim Kunden durchzusetzen ist nur in seltenen Fällen möglich. Wettbewerber, nicht nur in Deutschland, sondern aus der ganzen EU und darüber hinaus sorgen für einen starken Preisverfall und sinkende Gewinne. Nur durch Spezialisierung und fortwährende organisatorische und technologische Weiterentwicklung gelingt es Druckereien in Deutschland zu überleben. Entsprechend nahe bei einander liegen Preisvergleiche zwischen gleich ausgerichteten Druckereien bzw. so weit können Sie bei unterschiedlicher Spezialisierung auch auseinander liegen.

Was also ist angemessen nach einer Papierpreiserhöhung?
LENZ AND FRIENDS unterhält ein feinmaschiges Netzwerk an Druckereien und Mediendienstleistern. Als Gestalter, Druckvermittler und Consultant wickeln wir zuverlässig und im Kundeninteresse Druckaufträge ab – doch nicht nur dies – von der anwenderorientierten Konzeption bis hin zur effizienten und sicheren Produktion sorgen wir dafür, dass Drucksachen ihren Zweck bestmöglich erfüllen können und dabei wirtschaftlich bleiben. Aus dieser Erfahrung heraus und durch eigene Auseinandersetzungen im Auftrag des Kunden mit dem Thema Papierpreiserhöhung können wir deshalb eine Faustregel aufstellen, die wir Ihnen gerne für Ihre Verhandlungen an Hand die geben wollen:

Bei gleichen Produktionsbedingungen und einer Papierpreiserhöhung von 10% sind Preiserhöhungen insgesamt zwischen 3% und 5% angemessen.

In jedem Fall bietet sich ein Preis- und Leistungsvergleich nach einer Preiserhöhung an, um einerseits herauszufinden, ob die Ausrichtung des Produzenten zu dem Produkt passt und um andererseits die Kosten nicht unnötig hoch zu halten. Jeder Einkäufer von Druckprodukten kann bei einer Papierpreiserhöhung gewinnen. Sie rechtfertigt nicht eine unverhältnismäßige Teuerung in gleichem Maße. Nutzen Sie doch den Vorstoß Ihres aktuellen Produzenten um herauszufinden, ob durch Optimierung nicht sogar ein Preisnachlass möglich ist.

Gerne unterstützen wir auch Sie dabei, Ihre Aufträge auf den Prüfstand zu stellen, ggf. Ihre Produkte in ihrer Effizienz zu verbessern. Finden Sie mit uns einen zuverlässigen Produzenten, der zu Ihrem Produkt passt und nicht umgekehrt.

Informationen zu dieser Pressemitteilung

AutorAlexander Lenz | b4value.net

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SchlagworteDruckerei Druckkosten Papierpreiserhöhung

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