Hotels & Gastgewerbe 03. Mai 2019

Bundesmeldegesetz blockiert digitalen Fortschritt in der Hotellerie - Mecklenburg-Vorpommern setzt neuen Maßstab

Pressebild zu »Bundesmeldegesetz blockiert digitalen Fortschritt in der Hotellerie - Mecklenburg-Vorpommern setzt neuen Maßstab«

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© Foto: Digitaler Check-in im GreenLine Hotel Haffhus © Haffhus v.l.n.r.: Fanny Holzhüter (TVV), Patrik Dahlemann, Dirk Klein (Haffhus) und Philipp da Cunha (SPD)

Noch regeln die Paragraphen 29 und 30 im Bundesmeldegesetz die Meldepflicht und Meldescheine und verpflichten die Beherbergungsstätten dazu, ihre Gäste beim Check-in auf Papier ausgedruckten Meldescheinen unterzeichnen zu lassen.

Da dies schon lange nicht mehr zeitgemäß ist, die riesige Papiermenge die Umwelt belastet und die sichere Verwahrung und fachgerechte Entsorgung immense Kosten verursacht, engagieren sich viele Hoteliers und Dehoga-Verbände für die Änderung und Entbürokratisierung dieses Gesetzes. Zumal zum Meldeschein ja auch noch Formulare zum Datenschutz und zu Kurtaxen bzw. Bettensteuern hinzukommen. Schließlich ist es heute auch möglich, seine Buchung und Bezahlung digital zu tätigen, warum reicht da nicht auch eine elektronische Unterschrift für Meldescheine, bei der Paketzustellung ist es ja inzwischen auch legitim.

Bei der Politik ist dieser Wunsch schon angekommen und so hat die FDP-Fraktion bereits einen Antrag zur digitalen Signatur von Meldescheinen in Beherbergungsbetrieben in den Bundestag eingebracht. Da Aufwand und Nutzen der aktuell geltenden Aufbewahrungs- und Vernichtungspflichten in keinem Verhältnis stehen, soll das Bundesmeldegesetz dahingehend reformiert werden, dass der gesamte Umgang mit Meldescheinen komplett digital erfolgen kann. Momentan wird dieser Antrag aber noch geprüft und bewertet, wann es zu einer Entscheidung kommt, ist noch unklar.

Fest steht: Gäste und Hoteliers sind gewillt, auch die benötigte Technik steht bereit, doch das Gesetz blockiert den Fortschritt noch.

Bereits Anfang April kamen im GreenLine Hotel Haffhus in Ueckermünde interessierte Hoteliers zusammen und beschäftigten sich bei der better.connect Veranstaltung mit Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Betterspace & GreenSign präsentierten ihre Produkte, wie intelligente Ladesäulen, Gästemappe, Self-Ordering-Tool, Alexa im Hotelzimmer, On-Stay Push Nachrichten zur Inhouse Verkaufssteigerung und Nachhaltigkeits-Marketing. Die Digitalisierung der Meldescheine und somit die Verbesserung des Check-in Prozesses stand allerdings ganz oben auf der Agenda bei allen Teilnehmern.

Betterspace hat schon ein ideales Tool für den digitalen Check-in entwickelt und bei dieser Veranstaltung vorgestellt – MyBetterTrip sorgt für die Vermeidung der Wartezeiten an der Rezeption. Der Gast kann schon vorab von zu Hause einchecken - wie bei den Airlines. Auch die Datenschutzabfrage/Zustimmung erfolgt direkt über die App. Der Zimmerschlüssel kann bei elektronischen Schließsystemen auf das Smartphone gesendet werden und die Öffnung der Türen erfolgt via Bluetooth. Im Zimmer könnte dann ein Sprachassistent wie Alexa den Gast begrüßen, alle wichtigen Informationen zum Hotel mitteilen und sogar eine Reservierung im Restaurant oder Wellnessleistungen anbieten. Auch der Check-out und die Bezahlung kann direkt über MyBetterTrip erfolgen. Dieser Prozess erleichtert die Arbeit der Empfangsmitarbeiter, so dass diese mehr Zeit für die Gäste haben, die eine Beratung wünschen. Auch an den Datenschutz wurde gedacht, denn die digitalen Meldescheine werden auf dem deutschen betterspace Server gespeichert und es ist eine automatische Löschung nach gesetzlicher Vorgabe aktiviert.

Erstes Bundesland genehmigt digitalen Check-in
Mecklenburg-Vorpommern hat nun als erstes Bundesland die digital geleistete Unterschrift als handschriftlich anerkannt und erlaubt somit den Hotelbetrieben den digitalen Meldeschein. Dies wurde bei einer offiziellen Veranstaltung am 02.05.2019 im Hotel Haffhus in Ueckermünde bekannt gegeben. Anwesend waren neben dem parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann und Philipp da Cunha, Sprecher für Digitalisierung- und Netzpolitik der SPD auch der NDR, welcher in einem kurzen Fernsehbeitrag über die Neuigkeiten berichtete. Eine Änderung des Meldegesetzes im Bundestag sei nicht zwingend nötig, da dies auf Landesebene entschieden werden kann, wenn es auch ein schwieriger Prozess ist.

Nach diesem ersten Vorstoß ist die Hoffnung nun große, dass auch andere Bundesländer sich entscheiden, den digitalen Fortschritt in der Hotellerie voran zu treiben.

Im Hotel Haffhus ist ab sofort der digitale Check-in möglich, dank der Technik von betterspace wird hier auch die Datenschutzkonformität garantiert. Auch die Kurkarte wird in der App rechtskonform hinterlegt.

Eine Übersicht weiterer better.connect Veranstaltungen für interessierte Hoteliers finden Sie hier: https://www.greensign.de/veranstaltungen/better-connect

GreenSign - Das Nachhaltigkeitssiegel für Hotels

GreenSign - Das Nachhaltigkeitssiegel für Hotels
InfraCert - Institut für Nachhaltige Entwicklung in der Hotellerie

Informationen zu dieser Pressemitteilung

AutorGreenSign - Das Nachhaltigkeitssiegel für Hotels

Pressebilddigitaler_check-in_im_haffhus.jpg ©Foto: Digitaler Check-in im GreenLine Hotel Haffhus © Haffhus v.l.n.r.: Fanny Holzhüter (TVV), Patrik Dahlemann, Dirk Klein (Haffhus) und Philipp da Cunha (SPD)

SchlagworteGreenline Hotels Hotellerie Mecklenburg Vorpommern Meldegesetz

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