Hotels & Gastgewerbe 04. November 2013

Berliner Sternengeflüster: Aromenvirtuose Michael Kempf bleibt den Sternen treu

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© Facil im The Mandala Hotel

Seit 2003 führt Michael Kempf mit Stern, Charme und Teamgeist das Restaurant Facil im THE MANDALA Hotel in Berlin. Der 36- jährige Spitzenkoch erlernte seine Kochkunst in zahlreichen Sternerestaurants wie dem Wald- und Schlosshotel Friedrichsruhe, im Restaurant Fischerzunft Schaffhausen in der Schweiz und bei Dieter Müller. Bereits mit 26 Jahren erkochte er sich seinen ersten Michelin Stern.

Die Begegnung mit dem Magier der Gewürze beginnt in der Küche. Hier sieht man eine erstaunliche Menge von Mitarbeitern, die es genießen Wünsche ihrer Gäste mit einer großen Portion Servicefreude zu erfüllen. Michael Kempf profitiert von seinem guten internationalen Ruf, der dann eben auch immer wieder eine Reihe von exzellenten Praktikanten aber auch Wiederkehrer zu ihm führt. Mit seiner Aura, mit seiner liebenswert-menschlichen Art gelingt es ihm - und das ist eine wahrlich besondere Ausnahme in dieser Branche - sein Team über fast ein Jahrzehnt zusammenzuhalten. Auffällig ist, wie konzentriert und exakt sein Team funktioniert und mit welcher Lebensfreunde sie sich zuarbeiten. Es wirkt so, als seien sie ein spezieller Typus Koch. Der Meister des Ganzen arbeitet mit und fügt sich ein. Ruhig, konzentriert, aber auch immer so, als würde er gerade einmal wieder über irgendetwas nachdenken. Doch seine kulinarischen Inspirationen und innere Zufriedenheit saugt Michael Kempf beim Joggen im naheliegenden Berliner Tiergarten ein. Dass er irgendwann in den nächsten Jahren den zweiten Stern einfangen möchte, passt zu ihm. Ganz gern ohne viel Aufhebens und sehr gern ohne die Bühne, denn Michael Kempf ist gern im Hintergrund und inmitten seines erfolgreichen Teams.

Stilistisch hat sich Michael Kempf immer da bewegt, wo im Moment die absolute internationale Spitze der Gemüse- und Nova-Regio-Köche arbeitet. Willkommen in der ehrlichen Welt einer regional-authentischen Küche. Er, der Aromen-Verfechter, war schon immer auf dem Boden der regional geprägten Realität. Das legte man ihm, dem Typ aus dem oberschwäbischen Sigmaringen bereits früh in die Schultüte: Sei dem Boden und Deiner selbst treu! Seine Kompositionen lassen klar erkennen, dass das Produkt im Vordergrund steht. Ohne Geschnörkel, ohne Schischi. Ehrlich und klar. Den Nachweis, dass man mit veränderten Formen die Kochszene revolutionieren kann muss er nicht erbringen. Wozu auch. Er und sein Team überzeugen mit der klassischen Moderne gepaart mit einer Verneigung an regionale Feinheiten, das dazu führt, dass auch traditionell orientierte Gäste und Kollegen seine Arbeit wertschätzen.

Die Menüs wechseln bei Michael Kempf saisonal und werden bis auf wenige Details stabil durchgehalten. Kleinigkeiten zu Beginn lassen frühzeitig erkennen, wo man sich befindet: Berlin und Brandenburg schmecken vorzüglich und verzaubern den Gaumen mit einer außergewöhnlichen Aromen-Vielfalt. Wow! So schmeckt die Region! Die Gerichte sind teilweise minimalistisch, und weil die Küche ohnehin sehr leicht ist, gibt es zu keiner Zeit auch nur einen Hauch von Problemen mit der Menge. Die für viele Gourmetrestaurants typische Überfüllung durch zu viele Fette und üppige Soßen findet hier nicht statt. Es gelingt Michael Kempf mit seinen Kompositionen das Produkt zu umschmeicheln, es erkennbar in Szene zu setzen. Hier wird nicht durch Ratespiele irritiert, sondern durch erkennbare Genüsslichkeit überzeugt.

Bei einer vorzüglich ins Szene gesetzten Vorspeise: Stör gegrillt in Begleitung von Chobb- Salat und Bohnenemulsion, dem Zwischengang: Rosenkohl mit einer feinen Spur Anis und eingelegter Zwetschge sowie dem Hauptgang: Rücken vom Poltinger Lamm zart bereichert mit Radicchio, Pastinake und Curry Mumbai wird die Einfachheit der Natur als vorzügliche Kunst vermittelt.

Es ist wahrlich eine Demonstration von Tagesfrische und Minimalismus. Jedes Element seiner Komposition überzeugt völlig eigenständig mit authentischem Geschmack.
Ein Abschluss mit vielen Zaubersternen in Augen und Sinnen, die Verführung im Dessert: Wilde Feige, fein mit Haselnuss und Banyuls … gigantisch fein!! Wieder einmal zeigt das Sterneteam des FACIL, zu viele Fette und Süße finden hier nicht statt. Stattdessen stellt sich mehr und mehr der Eindruck ein, man gönnt sich hier etwas sehr Gesundes.

Es bleibt die Erkenntnis: Die Seele des Feinschmeckers berührt nur der, der die Einfachheit der Natur als Kunst begriffen hat.

Mehr zu den neuen Stars am Sternenhimmel: www.reinhart-lang.de

Reinhart Siegfried Lang

Reinhart Siegfried Lang
Journalist / Fachdozent

Informationen zu dieser Pressemitteilung

AutorReinhart Siegfried Lang | Journalist / Fachdozent

Pressebildmichael_kempf.jpg ©Facil im The Mandala Hotel

SchlagworteBerlin Michael Kempf Michelin Stern 2013 Select maison The Mandala Hotel

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