Sonstige News 10. November 2011
Das unterschätzte Business-Kapital
Laut einer internationalen Benchmarking-Studie ist die Fürsorgepflicht gegenüber den eigenen Mitarbeitern ein zentraler Faktor für die wirtschaftliche Stabilität von Unternehmen
• 95 Prozent aller Unternehmen schickten im letzten Jahr Angestellte auf Geschäftsreisen in Zielgebiete mit hohem Gefahrenpotential
• Zu den risikoreichsten Destinationen zählt auch eine Reihe von BRIC-Staaten mit hohem wirtschaftlichem Wachstumspotential
• Unternehmen haben ein ehrliches Interesse an der Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitarbeiter und nehmen im Sinne ihrer Corporate Social
Responsibility verstärkt auch die positiven finanziellen Auswirkungen ihrer Präventionsmaßnahmen wahr
International SOS, der weltweit größte Anbieter von Prävention und Krisenmanagement in Gesundheits- und Sicherheitsfragen für international agierende Unternehmen und Organisationen, hat heute die ersten internationalen Ergebnisse einer Benchmarking-Studie über den Umgang von Firmen mit ihren im Ausland eingesetzten Mitarbeitern veröffentlicht. Eine Detailauswertung auf europäische und deutschsprachige Unternehmen wird in den nächsten Wochen erscheinen. Befragt wurden mehr als 600 global tätige Unternehmen.
Ein Ergebnis der internationalen Auswertung ist, dass von 95 Prozent der Befragten ihre Mitarbeiter auch in solche Länder auf Geschäftsreisen entsenden, die ein hohes Gefahrenpotential haben. Gesetzlosigkeit, Terrorismus, politische Instabilität, ziviler Ungehorsam und Pandemien sind dabei von den Mitarbeitern unter den Top 20 Risiken bei Auslandsreisen genannt worden. Der hohe Anteil an Reisen in Länder mit hohem Sicherheitsrisiko unterstreicht die Notwendigkeit, dass Unternehmen für die Sicherheit und die medizinische Versorgung Ihrer Mitarbeiter im Ausland vorsorgen müssen.
Die Studie belegt, dass trotz dieser hohen Anforderungen ein Drittel aller befragten Unternehmen nicht wissen, ob die Länder, in denen sie operieren, gesetzliche Vorgaben zur Fürsorgepflicht aufweisen. In Deutschland besteht nach § 618 BGB eine gesetzliche Fürsorgepflicht des Arbeitgebers gegenüber seinen Arbeitnehmern.
Ein weiteres interessantes Resultat der Studie zeigt, dass sich unter den Top 20 der risikoreichsten Länder mehrere aufstrebenden Märkte und Wachstumsländer befinden. So steht Mexiko an der Spitze, aber auch die BRIC-Staaten Indien (Top 5), China (Top 8), Russland (Top 14) und Brasilien (Top 16).
Unter den Top 10 der in der Studie genannten persönlichen Risiken sind vier medizinischer Art: Allgemeine Erkrankungen (Top 2), fehlender Zugang zu medizinischer Versorgung nach westlichem Standard (7), Infektionskrankheiten (8) und reisespezifische Infektionen (9).
Trotz möglicher rechtlicher Folgen und medizinischer Kosten durch Unfälle der Mitarbeiter im Ausland sind Unternehmen nach wie vor der Meinung, dass die Fürsorge ein moralisches Thema ist. Sich um medizinische Versorgung und die Sicherheit der Geschäftsreisenden zu sorgen ist populärer als die Vermeidung von Kosten und möglichen gesetzlichen Nachspielen.
„Wir wollen Großunternehmen helfen, effektive Strategien zur Wahrnehmung ihrer Fürsorgepflicht einzusetzen. Unsere Studie hat gezeigt, dass solche Maßnahmen Hand in Hand gehen mit wirtschaftlichem Erfolg. Dennoch wird ihre Bedeutung auf den Chefetagen und bei wichtigen Stakeholdern häufig sehr unterschiedlich eingeschätzt“, erklärt Arnaud Vaissié, CEO und Mitbegründer von International SOS. „Da sich unter den risikoreichsten Ländern auch mehrere wichtige Wachstumsländer und aufstrebende Märkte befinden, ist es dringend erforderlich, auf die Maßnahmen hinzuweisen, die Unternehmen ergreifen sollten, um ihre Angestellten zu schützen und ihre Geschäftsinteressen zu wahren.“
Neben anderen Ergebnissen hat die Studie auch aufgezeigt, wie unterschiedlich Unternehmen bestimmter Branchen Risikoarten einschätzen. Zum Beispiel haben Unternehmen aus dem IT Sektor Zufallskriminalität, Krankheit während eines Auslandsaufenthaltes, Verkehrsunfälle und Verspätungen als bedeutende Risiken angegeben. Unternehmen der Bau- und Immobilienwirtschaft sahen Gesetzlosigkeit, Gewaltverbrechen und organisierte Kriminalität als wichtigste Risikofaktoren an. Studienteilnehmer aus dem Bereich “Energie und natürliche Ressourcen” hingegen waren besonders besorgt wegen der Abgelegenheit der Einsatzorte ihrer Mitarbeiter, sprachlicher und kultureller Verständigungsprobleme sowie der Gefahr von Verkehrsunfällen.
Die Studie von International SOS “Duty of Care and Travel Risk Management Global Benchmarking” beruht auf 718 Antworten von 628 global tätigen Organisationen zum Thema internationaler Reisetätigkeit und der Herausforderungen für die Mitarbeiter und deren Familien. Speziell untersucht wurden Länder mit hohem Gefahrenpotential, Risiken und Gefahren denen sich Mitarbeiter ausgesetzt fühlen, das Bewusstsein der Unternehmen und Stakeholder, Entscheidungsprozesse innerhalb der Unternehmen sowie gesetzliche und moralische Pflichten. Eine Zusammenfassung der Studie steht unter http://content.yudu.com/A1ubxt/DutyofCare/ bereit. Download: Click here to download
Über die Autoren
Die 47 Seiten starke Studie wurde von Dr. Lisbeth Claus, Ph.D, SPHR, GPHR, Professor Global Human Resources an der Atkinson Graduate School of Management of Willamette University, erstellt. Dr. Claus, ist belgischer Staatsbürger und war früher Präsident von SHRM Global, ehemals internationale Sektion der Society for Human Resource Management.
International SOS ist der weltweit größte Anbieter von Prävention und Krisenmanagement in Gesundheits- und Sicherheitsfragen für international agierende Unternehmen und Organisationen. In mehr als 70 Ländern der Welt betreut International SOS Geschäftsreisende und Expats von über 9.200 Kunden. Unter den 8.000 Mitarbeitern sind ein Drittel mit medizinischer Ausbildung, 970 Ärzte und 200 Sicherheitsexperten. Daneben verfügt International SOS über 70 Repräsentanzen, 27 Alarmzentralen sowie 32 eigene Kliniken und 10 Ambulanzflugzeuge. Zusätzlich steht International SOS ein globales Netzwerk von mehr als 68.000 Dienstleistern in den Bereichen Medizin, Sicherheit und Flugwesen zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Joint Venture Partner Control Risks werden darüber hinaus weltumspannend Sicherheitsdienste angeboten.
Weitere Informationen unter: http://www.internationalsos.com
Fotolink: http://www.cc-pr.com/presselounge/international-sos/fotos/20111110_Inter...
Ansprechpartner für die Presse:
Veronica Alvarez
Marketing & Communications Manager
International SOS GmbH
Hugenottenallee 167, D-63263 Neu-Isenburg
Tel: +49 (0) 6102 3588-482; Fax: +49 (0) 6102 3588-596
Email: veronica.alvarez@internationalsos.com

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SchlagworteGesundheit International SOS
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