Reiseziele 22. Februar 2011
Von der Weide zum Korb im Korbmachermuseum
Sich im wahrsten Sinne des Wortes einen Korb geben lassen können Gäste im Weserbergland im Korbmacher-Museum. Hier wird die Kunst des Korbflechtens neu erlebbar gemacht.
Plastiktüten zum Einkaufen? Früher undenkbar. Lederkoffer für die Reise? Unerschwinglich. Sowohl Reise- und Transportkörbe als auch Fahrradkindersitze, Liegestühle oder Blumenständer wurden früher aus Weide geflochten, denn das Material war kostengünstig und daher sehr beliebt.
Der Ort Dalhausen bei Beverungen galt dabei lange Zeit als „das Korbmacherdorf“. Da Landwirtschaft durch die Tallage des Dorfes nur begrenzt möglich war und die notwendigen Weiden in der direkten Umgebung wuchsen, bestritt der gesamte Ort seinen Lebensunterhalt bis in die 60er Jahre hinein fast ausschließlich durch Herstellung und Handel von Korbprodukten. Doch als der Kunststoff aufkam, nahm die Bedeutung des Handwerks ab und viele Betriebe wurden geschlossen.
Im Korbmacher-Museum können heute die zahlreichen Arbeitsvorgänge, die nötig sind, um aus dem Rohstoff Weide das fertige Korbprodukt entstehen zu lassen, wieder nachvollzogen werden. Das Museum zeigt das Werkzeug der Korbmacher ebenso wie die verschiedenen Geflechtarten und die Vielfalt der möglichen Formen und Produkte.
Dem Museum angegliedert ist außerdem eine Korbmacher-Werkstatt, in der Korbflechter live ihre Arbeit präsentieren. Hier können Besucher beobachten, wie in flinken und geschickten Händen Körbe oder Korbmöbel entstehen.
Für weitere Informationen ist das Korbmacher-Museum unter der Telefonnummer 05645-1823 oder unter www.korbmacher-museum.de erreichbar.
Informationen zu dieser Pressemitteilung
AutorWeserbergland Tourismus e.V.
SchlagworteBeverungen Korbmacher Museum Tourismus Urlaub Weserbergland
Textlänge215 Wörter/ 1625 Zeichen
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