Reiseprodukte 17. März 2011
Hochgefühle auf den Azoren
Mit Djoser zum Geheimtipp im Atlantik
Welche Azoreninsel ist die schönste? Natürlich Faial sagen die einen. São Jorge, Graciosa oder São Miguel halten andere dagegen. Keineswegs, protestieren die Liebhaber von Santa Maria oder Flores und wecken damit nur den Widerspruch derer, die Corvo, Terceira oder Pico ganz oben sehen. Dabei haben sie alle Recht. Denn obgleich jedes der neun Eilande einen unverwechselbaren Charakter besitzt, verfügt das gesamte Archipel über einen Zauber, der so anmutig wie eigenwillig ist und die Azoren zu einem Geheimtipp ersten Ranges macht. Mit Djoser kann man ihn auf ganz persönliche Art entdecken: Eine der rund 160 Reisen des Kölner Veranstalters führt zu den faszinierendsten Winkeln dieser Inselgruppe mitten im Atlantik.
Start der Reise ist Horta auf der Insel Faial. Wer die Hafenstadt betritt, spürt gleich, was sie so besonders macht: Seit Jahrhunderten ist Horta Zwischenstopp für Hochseesegler auf ihrer Fahrt über den Atlantik und Treffpunkt von Skippern aus aller Welt. Vor allem im Weltenbummlerambiente des berühmten Café Sport kann man sie erleben. Gleich darüber befindet sich ein Museum, in dem Walzahnschnitzereien zu bestaunen sind. Wer die Tiere indes quicklebendig sehen will, sollte auf einer fakultativen Whalewatchingtour nach ihnen Ausschau halten.
An den nächsten beiden Tagen machen die Reisenden Bekanntschaft mit den kühnen Vulkanen, denen die Inselgruppe ihr Gesicht verdankt. Vorbei am flammenden Blau der Hortensienhecken von Faial geht es etwa zum abenteuerlich gähnenden Schlund eines 400 Meter tiefen Kraterkessels. Dann steht die Insel Pico mit ihrem Bilderbuchvulkan auf dem Programm, wo sich Häuser aus schwarzen Lavasteinen mit bunten Blumenorgien schmücken, Weinberge prangen und kleine Kirchen und Gassen immer wieder begeistert innehalten lassen.
Am sechsten Tag laufen die Teilnehmer São Jorge an. Die splitterschmale Insel erhebt sich mit ihren gewaltigen Steilküsten wie ein grüner Drache aus der Brandung. Zwischen einer ganzen Reihe erloschener Vulkane kann man herrlich wandern, und viele kleine Lokale warten mit leckeren Spezialitäten auf. Die meisten Orte liegen auf Küstenebenen, die sich wie Fächer ins Meer strecken und aus erkalteten Lavaströmen entstanden sind. Die Vulkanerde lässt auf den Azoren eine enorm vielfältige Flora wachsen, und auf São Jorge beeindruckt sie besonders. Allein 400 Moosarten und 300 Farne gibt es auf den Inseln, und 70 der vielen Pflanzen des Archipels gedeihen nirgendwo sonst. Außerdem haben Seefahrer über die Jahrhunderte ihr Erbe auf den Azoren hinterlassen. Darum wachsen 1500 Kilometer von Europa entfernt auch australische Zedern, spanische Palmen und Rispen aus dem Himalaja.
Ponta Delgada heißt die quirlige Azorenhauptstadt auf São Miguel, die gegen Ende der Reise mit dem Flugzeug erreicht wird. Sie ist die Basis für verschiedene Ausflüge. Sei es zu grün und blau funkelnden Kraterseen, zu Dörfern mit Kunsttraditionen wie die blaue Keramik oder zu einer vulkanisch aktiven Seenplatte, in der Schwefelbrunnen und Schlammpfuhle blubbern wie nicht von dieser Welt. Spätestens beim letzten Wein in einer der urigen Kneipen von Ponta Delgada werden die Azoren für die Teilnehmer weit mehr sein als nur ein Geheimtipp. Und ihren persönlichen Lieblingsort haben sie dann sicher auch längst gekürt.
Djoser bietet die 10-tägige Reise ab 1.595 Euro an. Die nächsten Termine sind der 24. Juni, der 8. und 29. Juli sowie der 26. August 2011. Informationen unter www.djoser.de.
Über Djoser Reisen
Der Anbieter von Gruppenreisen Djoser wurde 1992 gegründet und ist auf Fernreisen spezialisiert. Alle Angebote kombinieren das Abenteuergefühl und die Freiheit von Individualreisen mit der Organisation und der Sicherheit, wie sie für Studien- und Erlebnisreisen typisch sind. Seit fünf Jahren gibt es auch Djoser Junior. Das Programm bietet eine deutschlandweit einmalige Fülle an Fernreisen speziell für Familien mit Kindern zwischen fünf und 15 Jahren.
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