Airlines & Airports 14. Juni 2011
BARIG-Statement zum Emissionsrechtehandel: Klimaschutz kennt am Himmel keine Grenzen
Pressebild zu »BARIG-Statement zum Emissionsrechtehandel: Klimaschutz kennt am Himmel keine Grenzen«
© BARIG
Die aktuellen Diskussionen zum Thema EU-Emissionshandel im Luftverkehr waren absehbar. Davon ist Martin Gaebges, Generalsekretär des Board of Airline Representatives in Germany e.V. (BARIG), der größte Airline-Verband Deutschlands mit über 100 nationalen und internationalen Airline-Mitgliedern, überzeugt. „Beim Thema Klimaschutz kennt der Himmel keine Grenzen“, so Gaebges. „Schon bevor sich die EU-Umweltminister geeinigt haben, den Luftverkehr in den EU-Emissionsrechtehandel einzubeziehen, hätte ein Blick über den europäischen Tellerrand sicherlich gereicht, um den Klimaschutz für global wichtig zu halten“. Das weitere Ziel der EU-Kommission, "ein praktikables Modell für einen Emissionshandel in Europa bereitzustellen, welches erweitert oder weltweit dupliziert werden kann", sei heiße Luft gewesen – dies zeigen die Beispiele USA und China, die nun mit Klagen und Gegenmaßnahmen drohen.
So plädiert der Airline-Verband für die dringende Aussetzung der vorgesehenen Regelung und die Einführung einer global tragfähigen Lösung zu einem einheitlichen Zeitpunkt für alle Länder. Dabei betont Gaebges: „Ob die Richtlinie jetzt verschoben wird, schadet der Umwelt nicht. Die Airline-Industrie setzt sich seit Jahren für eine klimafreundliche Politik ein“. So zum Beispiel mit der Vier-Säulen-Strategie, die technischen Fortschritt, optimierte operationelle Performance und ökonomische Instrumente sowei eine effizientere Infrastruktur unterstützt. Auch die Verbesserung der Verkehrsströme zugunsten der Umwelt durch die Single European Sky-Umsetzung der EU-Kommission ist ein weiteres Beispiel.
„Uns ist klar, dass die temporäre Aufhebung der Richtlinie schwierig sein wird, aber Ausnahmen bestätigen die Regel“, Gaebges weiter. So nennt der Generalsekretär die Aussetzung der so genannten 80/20 Regelung in der Verordnung 95/93 des Europäischen Rates in den Jahren 2002 und 2004 nach den Anschlägen vom 11. September (Verordnung über gemeinsame Regeln für die Zuweisung von Slots (Zeitnischen) auf Flügen in der Gemeinschaft). Das Verfahren dauerte rund sechs Monate vom Kommissionsvorschlag bis zur Annahme der Regelung. Ein weiteres Beispiel sei die Verlängerung der „Hushkits“-Verordnung – Richtlinie 2002/30/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. März 2002 über Regeln und Verfahren für lärmbedingte Betriebsbeschränkungen auf Flughäfen der Gemeinschaft. Diese wurde in nur vier Monaten bewerkstelligt.
BARIG (Board of Airline Representatives in Germany) e.V. vertritt und fördert die gemeinsamen Interessen von mehr als 100 Airline-Mitgliedern. Dazu gehören nationale wie auch internationale Fluggesellschaften aus dem Bereich Linienflug, Ferienflug, Air Cargo und Business Avaition, die im deutschen Markt tätig sind. Der Verband mit Sitz in Frankfurt am Main setzt sich seit seiner Gründung 1951 für die Verbesserungen der vertrieblichen und operationellen Bedingungen des Flugverkehrs in Deutschland ein. Im Rahmen des Engagements als repräsentative Einrichtung nimmt BARIG stellvertretend für die Fluggesellschaften Stellung zum Thema Wirtschaftsfaktor Luftfahrt ebenso wie zu den Perspektiven im Luftverkehr, zu Standortfragen für Flughäfen sowie zu Themen rund um Fluglärm, Umwelt und Sicherheit. Weitere Einzelheiten auf www.barig.org.

C & C Contact & Creation GmbH
Agentur für Öffentlichkeitsarbeit mit Schwerpunkt Touristik / Tourismus
Informationen zu dieser Pressemitteilung
AutorC & C Contact & Creation GmbH
Pressebildbariglogo-2003.jpg ©BARIG
SchlagworteBARIG Emissionsrechtehandel EU Klimaschutz Luftverkehr
Textlänge429 Wörter/ 3343 Zeichen
Ähnliche News
Zum 100-jährigen Jubiläum der Luftfracht: Airline-Verband BARIG würdigt die Erfolgsgeschichte des Luftfrachtstandorts Deutschland
Frankfurt am Main, 18. August 2011Der 19. August 1911 war ein historischer Tag in der deutschen Luftfahrt: Zum ersten Mal startete ein Flugzeug, um Fracht auf dem Luftweg zu befördern. Damals charterte die „Berliner Morgenpost“ eine Maschine, um Zeitungen zu den Lesern in Frankfurt an der Oder … »Weiterlesen
Neues BARIG-Mitglied: Somon Air
Das Board of Airline Representatives in Germany e.V. (BARIG) freut sich auf ein weiteres neues Mitglied in seinem Verband: Somon Air. Die Fluggesellschaft ist die erste privat gegründete und geführte Airline aus Tadschikistan.
»Weiterlesen
BARIG Executive Committee: Neue Länderrepräsentantin für Far East: Kimberley Long-Urbanetz von Qantas Airways
Die Mitglieder des Board of Airline Representatives in Germany e.V. (BARIG) haben Frau Kimberley Long-Urbanetz, Regional Manager Central & Eastern Europe bei Qantas Airways, als Länderrepräsentantin für Far East in ihr Executive Committee gewählt.
»Weiterlesen
Mitglieder: China Southern Airlines tritt BARIG bei
China Southern Airlines heißt das neueste Mitglied des Board of Airline Representatives in Germany e.V. (BARIG), das die Anzahl der Mitglieder des nationalen größten Airline-Verbandes der Welt nun auf 103 Airlines erhöht.
»Weiterlesen
BARIG-Statement zum EU-Flughafenpaket: EU-Flughafenpaket nicht ganz ausgereift
Das Board of Airline Representatives in Germany (BARIG e.V.), der weltgrößte nationale Airline-Verband mit über 100 deutschen und internationalen Fluggesellschaften, begrüßt zwar die Anstrengungen der EU-Kommission mit dem aktuell vorgestellten Flughafenpaket für Ordnung am Boden sorgen zu … »Weiterlesen
Personalie: Uwe Müller von Lufthansa ist neuer Chairman des BARIG Executive Committees
Uwe Müller, seit April 2011 Leiter Vertrieb Deutschland & Verbundmärkte der Lufthansa Passage, ist der neue Chairman des Executive Committees und der Vice Chairman des Board of Airline Representatives in Germany (BARIG) e.V.. Er löst damit seinen Lufthansa-Kollegen Josef Bogdanski ab, der die … »Weiterlesen






